Was ist bei der Aufbereitung von Hand und Winkelstücken zu beachten?

Besondere Sorgfalt erforderlich
Nach dem Einsatz am Patienten sind Hand und Winkelstücke außen und innen als mikrobiell kontaminiert anzusehen. Daher besteht die Gefahr, dass durch sie infektiöses Material von einem Patienten auf den nächsten übertragen wird (Kreuzkontamination). 

Zwei Möglichkeiten der Aufbereitung
Die Aufbereitung der Übertragungsinstrumente kann auf zwei verschiedenen Wegen erfolgen: durch die hygienisch-technische Aufbereitung mit und ohne Automaten. 
 
1. Die hygienisch-technische Aufbereitung mit Automaten
Die Aufbereitung im Pflegecenter umfasst in der Regel die Außenreinigung und -desinfektion, die Innenreinigung und -desinfektion sowie die Pflege. Knackpunkt bei diesem Verfahren ist der fehlende Nachweis der Desinfektionswirkung.

2. Die hygienisch-technische Aufbereitung ohne Automaten
Bei der Aufbereitung ohne Automaten erfolgt zunächst eine Außenreinigung und Wischdesinfektion mit einem geeigneten alkoholbasierten Flächendesinfektionsmittel (Herstellerangaben beachten!). Anschließend wird die Innenreinigung und -pflege durchgeführt. Zum Schluss werden alle nicht invasiv zum Einsatz kommenden Übertragungsinstrumente unverpackt sterilisiert. 

Die Funktionsprüfung
Nach der Reinigung sind (rotierende instrumente dental) Hand- und Winkelstücke einer Funktionsprüfung zu unterziehen. Nicht ordnungsgemäß funktionierende Geräte müssen vom weiteren Aufbereitungsverfahren ausgeschlossen und repariert oder ausgemustert werden.
 
Die Sterilisation
Handstücke winkelstücke, die bei oral-chirurgischen Eingriffen mit speicheldichtem Wundverschluss zum Einsatz kommen, müssen anschließend verpackt und sterilisiert werden. Dabei kommen in der Regel in der zahnärztlichen Praxis Folien- bzw. Papierverpackungen zum Einsatz. Bei der Verpackung ist darauf zu achten, dass die Schweißnaht mindestens 8 Millimeter breit ist sowie zwischen Sterilgut und Schweißnaht ein Abstand von mindestens 30 Millimetern einzuhalten ist. 

Die Lagerung
Keimarm zum Einsatz kommende Übertragungsinstrumente sind staubgeschützt in geschlossenen Schränken oder Schubladen zu lagern. Auch die verpackten Instrumente sind staubgeschützt zu lagern. Die mögliche Lagerzeit beträgt dann sechs Monate. Ist die Lagerzeit überschritten, müssen die Instrumente erneut aufbereitet bzw. neu verpackt und sterilisiert werden. 

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